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SCHÖPFUNG
 

Bemerkung: Wir Christen sind der Meinung, dass die Welt mit ihren Geschöpfen durch Gott erschaffen worden ist. Wir orientieren uns somit an dem Schöpfungsbericht der Bibel.
Dem setzt die Evolutionslehre einen naturphilosophischen Geschichtsentwurf entgegen, nach dem das Weltall durch einen „Urknall“ entstand, dem eine astrophysikalische Evolution und auf der Erde eine biochemische Evolution folgte.
Beide Lehren, die Schöpfungslehre und die Evolutionslehre, sind keine empirischen Theorien. Dies bedeutet, dass man die Schöpfung durch Gott weder beweisen noch widerlegen kann.
Im folgenden werden einige Argumente aufgeführt, die die Schöpfungslehre untermauern und die Evolutionslehre hinterfragen sollen.







Was veranlasst dich, an einen Schöpfer zu glauben?

Ich könnte mit Aristoteles antworten, der sagte: „Gott, der für jedes sterbliche Wesen unsichtbar ist, wird sichtbar in seinen Werken.“
Oder Plato: „Die Welt muss einen Ursprung haben. Dieser Ursprung ist der ewige Schöpfer.“
Cicero schreibt: „Der Himmel und seine Gestirne zeigen es am klarsten, dass sie von einer Gottheit gelenkt werden, deren Weisheit jeden Menschen überragt.“
Diese berühmten Denker der Weltgeschichte sind offensichtlich durch die Beobachtung der Natur zu der Meinung gekommen, dass die Welt von Gott geschaffen worden ist. Die Bibel sagt hierzu:
„Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine göttliche Macht und Größe sehen und erfahren können.“ (Römer 1, 20)
Albert Einstein ist einer von vielen Wissenschaftlern, die davon überzeugt sind, dass die Welt durch ein verstandesmäßiges Wesen erschaffen worden ist: durch Gott. Seine mathematische, logische Denkweise führte ihn zu einem festen Schöpfungsglauben.
Ein Beduine wurde einmal gefragt, woher er wüsste, dass es einen Gott gibt. Er antwortete darauf:
„Woher weiß ich, ob nachts ein Mann oder ein Kamel an meinem Zelt vorübergegangen ist? Ich sehe es an den Spuren im Sand. Wer kann sich in der Welt umsehen, ohne die Fußspuren Gottes zu bemerken?“





Ist es nicht möglich, dass sich unter urzeitlichen Bedingungen irgendwo mal erste, einfache Strukturen gebildet haben, die sich selbst reproduzierten?

Dies ist eine Annahme der Evolutionstheorie, die bisher nicht bewiesen werden konnte.
Daher hat man sich im Laborversuch bemüht, mit Hilfe von elektrischen Entladungen in der sogenannten „Ursuppe“, die der vermuteten chemischen Zusammensetzung eines hypothetischen Urozeans entsprechen soll, lebensfähiges Material zu gewinnen. Diese Versuche sind misslungen.
Auf diese Weise lassen sich zwar chemische Bausteine wie Zucker, Aminosäure und kurze Eiweißketten erzeugen. Mit Leben haben diese Moleküle aber nichts zu tun. Es wurden keine Reaktionsprodukte erzeugt, die an die hochkomplizierten Strukturen, die den Prozessen und Wechselwirkungen des Lebendigen zugrunde liegen, herankommen.
An die Annahme, das Leben sei einmal in der sogenannten „Ursuppe“ entstanden, kann man glauben oder nicht. Bewiesen werden konnte sie weder durch theoretische Erörterungen noch durch Versuche im Labor.





Was spricht dagegen, dass die Evolution durch ihre Mechanismen Reproduktion, Mutation und Selektion hochentwickelte Lebewesen hervorgebracht hat?

Das Zusammenspiel von zufallsgesteuerter Mutation und Selektion kann nicht die Entstehung von Organsystemen wie z.B. das Herz-Kreislauf-System bewirken. Mutationen verändern höchstens bestehende Organismen, sie können aber keine neuen Organe hervorbringen.
Noch eklatanter wird dieses Problem, wenn wir uns sogenannte nichtreduzierbar komplexe Systeme ansehen. Ein Beispiel dafür ist das menschliche Auge. Es kann nur in seiner Gesamtheit funktionieren. Wenn ein einziges Teil von ihm nicht mehr vorhanden ist, ist es nicht mehr funktionsfähig.
Diese Einzelteile müssten nach der Evolutionstheorie selbstverständlich durch Zufall entstanden sein. Das ganze Organ kann natürlich nicht auf einmal durch Evolution entstehen. Das Lebewesen ist mit einem halben Auge aber nicht lebensfähig. Anders gesehen hätte ein halbes Auge auch keinen Überlebensvorteil gegenüber einem Vorgängerorgan gebracht. Das Auge als nichtreduzierbares komplexes System hätte durch Evolution also nicht entstehen können.
Wenn das Auge des Menschen nur von Gott erschaffen worden sein kann, dann gilt dies natürlich auch für den Menschen als Ganzes.





Der Mensch erschließt sich mit Hilfe naturwissenschaftlicher Forschung sein Weltbild. Wozu brauchen wir noch Gott?

Ich möchte bezweifeln, dass mit Hilfe der naturwissenschaftlichen Erkenntnis tatsächlich ein aussagekräftiges Weltbild zu erlangen ist. Es kommt höchstens ein Naturbild zustande, das Fragen nach quantitativen Zusammenhängen beantwortet. Die Frage nach Gott kann die naturwissenschaftliche Forschung z.B. nicht klären, weil sie zu Fragen eines Weltbildes keine Aussagen machen kann.
Ein Beispiel ist die Quantentheorie. Während ihr mathematischer Apparat unbestritten ist, wird bis heute noch darüber diskutiert, was diese Theorie nun eigentlich über Materie und Realität aussagt.
Die Welt ist durch die bekannten Naturgesetze nicht eindeutig bestimmt. Das Naturgeschehen wird durch die Naturgesetze mit ihrer Wenn-Dann-Struktur nicht vollständig beschrieben. Zur Erklärung des beobachteten Vorgangs müssen noch die Anfangsbedingungen berücksichtigt werden. Diese können durch weitere Naturvorgänge gegeben sein, die aber wiederum durch Gesetze und die jeweiligen Naturvorgänge bestimmt sind. Wir sehen, dass das Problem immer weiter verschoben wird, und es bleibt ein nichtableitbarer Rest.
Da die Welt durch die bekannten Naturgesetze nicht eindeutig beschrieben werden kann, da Gott die Naturgesetze geschaffen und die Schranken ihrer Wirksamkeit bestimmt hat, wird die naturwissenschaftliche Erkenntnis nie ein geschlossenes Weltbild liefern.
An Gott führt auch hier kein Weg vorbei.





Wie kann man noch an die Schöpfung glauben, wenn es die Kirche nötig hatte, Wissenschaftler wie Galileo Galilei zu verfolgen?

Wie gut kennen wir eigentlich die Wissenschaftler der Neuzeit, die halfen, die Fundamente für das Gebäude der modernen Naturwissenschaft zu bauen?
Nehmen wir z.B. Galileo Galilei (1564 – 1641), der ein wissenschaftliches Genie war, der die Bewegung des Pendels physikalisch und mathematisch erforschte und z.B. die vier größten Jupitermonde mit seinem Fernrohr entdeckte. August J. Kling schreibt über ihn: „Nun wissen wir alle, dass Galilei große Kämpfe durchgestanden hat. Doch was die Wissenschaftler und Historiker uns nicht übermittelt haben, ist die Tatsache, dass Galilei auch die Bibel studierte ... Zweck und Ziel seiner biblischen Arbeit war es, die absolute Autorität der Schrift als Wort Gottes aufrecht zu erhalten. In jener Zeit der religiösen Auseinandersetzung wurden die Werke Galileis zunächst im calvinistisch geprägten Genf veröffentlicht. Denn Galilei war eigentlich Protestant in seiner freien Auslegung der Schrift. Dadurch kam es zu einer scharfen Auseinandersetzung mit den Leitungspersönlichkeiten der römischen Kirche.
In einem seiner Werke, das nie aus dem Italienischen übersetzt worden ist, schrieb Galilei: »Die Heilige Schrift sowie die Natur sind beide durch das Wort Gottes entstanden. Jene ist das Ergebnis des Heiligen Geistes, und diese ist der gehorsamste Vermittler der Gebote Gottes, nämlich der Natur.«“
Galileo Galilei glaubte also, dass die Erde mit ihren Geschöpfen von Gott erschaffen worden ist. Wenn man sich die Wesen der Natur mit ihren komplizierten Bauplänen betrachtet, dann kann man eigentlich wie Galilei nur zu dem Schluss kommen, dass sie von einem intelligenten Wesen bewusst erschaffen worden sind, nämlich von Gott.