Sie sind hier: Fragen I Seite 1  
 FRAGEN I
Seite 1
Seite 2
Seite 3
Seite 4
Seite 5

SEITE 1
 

10 Jesus soll drei Tage nach seinem Tod auferstanden sein. Dies stimmt aber noch nicht einmal zeitlich mit dem biblischen Bericht überein.

Jesus wurde am Freitag hingerichtet und ist am Sonntagmorgen auferstanden. Dies sind ein Tag und zwei Nächte, nicht aber drei volle Tage.
Demgegenüber sagte Jesus voraus, er werde getötet, aber am dritten Tag wieder auferstehen (s. z.B. Matthäus 16, 21). Wie kommt diese Differenz zustande? Ist der biblische Bericht unglaubwürdig?
Die Auferstehung Jesu erfolgte am dritten Tag nach seiner Kreuzigung. Dem liegt die antike jüdische Zählweise zu Grunde, bei der der schon angebrochene erste Tag und der noch nicht vollendete dritte Tag als volle Tage mitgezählt werden.
Die Prophezeiung Jesu und die eingetretenen Ereignisse stimmen also auch in dieser Hinsicht überein.
Quelle: Jürgen Spieß, Ist Jesus auferstanden?, Marburg 1998, S. 12





09 Die Geschichte von der Auferstehung Jesu kann doch nicht stimmen, weil die betreffende historische Quelle unglaubwürdig ist.

Im Neuen Testament gibt es vier verschiedene Berichte (Evangelien) über das Leben, den Tod und die Auferstehung Jesu Christi.
Das Lukas-Evangelium (der jüngste der vier Berichte, 30 bis 40 Jahre nach der Auferstehung Jesu geschrieben) vertritt den ausdrücklichen Anspruch eines historischen Dokumentes, für das der Autor Lukas sorgfältig recherchierte und Augenzeugen befragte.
Demgegenüber muss die Datenlage bei verschiedenen anderen antiken Geschichtsschreibern, die heute als historische Quellen akzeptiert sind, schwieriger gewesen sein.
Bei dem römischen Historiker Livius (59 v.Chr. – 17 n. Chr.) betrug der Abstand zu den von ihm geschilderten geschichtlichen Ereignissen zum Teil mehrere hundert Jahre. Bei dem berühmten Historiker Tacitus ist dieser Abstand etwa gleich groß, wie bei den Autoren der vier Evangelien. Würde man die Berichte solcher Historiker für unglaubwürdig erklären, wie das von Atheisten gegenüber den Evangelien gemacht wird, dann könnten wir überhaupt keine Aussagen von antiken Geschichtsschreibern akzeptieren.
Im Vergleich mit Berichten anderer antiker Geschichtsschreiber sind diejenigen der biblischen Autoren also mindestens genauso gut abgesichert und damit glaubwürdig.
Quelle: Jürgen Spieß, Ist Jesus auferstanden?, Marburg 1998, S. 4f





08 Widerlegt die Archäologie nicht die Berichte des Alten Testaments?

Es sind im Nahen Osten tausende von archäologischen Funden gemacht worden, die das Bild, das uns die Bibel vermittelt, stützen.
Vor nicht langer Zeit wurde durch Entdeckungen bestätigt, dass es König David wirklich gegeben hat.
Die Zerstörung von Sodom und Gomorra wurde lange Zeit für einen Mythos gehalten aber inzwischen ist durch Indizien bewiesen, dass alle fünf in 1. Mose genannten Städte dort liegen, wo es im Alten Testament beschrieben wird.
Weiterhin haben sich die alttestamentlichen Verweise auf einen assyrischen König als richtig erwiesen.
Es wurden sogar Hinweise darauf gefunden, dass es zu einer bestimmten Zeit auf der Welt nur eine einzige Sprache gab so, wie es die Bibel schildert.
Die Wissenschaft bestritt lange Zeit, dass es das in der Bibel mehrmals erwähnte Volk der Hetiter tatsächlich gegeben hat. Bei Ausgrabungen in der heutigen Türkei wurden nun aber Aufzeichnungen der Hetiter gefunden.
Von dem großen Archäologen William F. Albright stammt die Aussage: „Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass die Archäologie die substanzielle Historizität der Überlieferungen des Alten Testaments bestätigt hat.“
(Quelle: Lee Strobel, Glaube im Kreuzverhör, Projektion J, Asslar 2002, S. 166f)





07 Wer ist Jesus Christus?

Jesus war der bemerkenswerteste Mensch, der je gelebt hat. Nach ihm unterteilen wir sogar die ganze Weltgeschichte in das, was vor ihm und das, was nach ihm geschah!
Der russische Dichter Dostojewski, der selbst Christ war, schrieb: „Ich glaube, es gibt niemanden, der lieblicher, tiefer, barmherziger und vollkommener wäre als Jesus.“
Jesus ist Gott, denn er hat Kranke geheilt und Tote auferweckt, er hat Wunder getan, die kein Mensch hätte vollbringen können.
Jesus ist von den Toten auferstanden und ist danach von einigen hundert Menschen bei verschiedenen Gelegenheiten gesehen worden. Das Leben dieser Menschen änderte sich daraufhin radikal. Es wurde die christliche Gemeinde geboren, die es trotz aller Verfolgungen, wie z.B. im römischen Reich oder in den Sozialistischen Staaten, heute noch gibt.
Deshalb ist eines ganz klar: Wer von den Toten aufersteht, wer die Menschen so sehr verändert, ist Gott.
(Quelle: N. Gumbel, Wer ist Jesus Christus?, in: Herold seines Kommens, Nr. 4/2004, S. 6)





06 Warum sich über Gott den Kopf zerbrechen. Er soll doch einfach rausrücken mit der Sprache, wenn es ihn gibt.

Eine gute Idee. Nur sollten wir uns auch bemühen, seine Sprache zu verstehen.
Aus jedem Lebewesen dieser Erde spricht die Stimme Gottes, der es mit Liebe erschaffen hat. Der Mensch verdankt seine Existenz nicht dem Zufall oder einer Laune der Natur, er ist ein Geschöpf Gottes.
Auch das Universum mit seinen Milliarden von Sternen ist kein Ergebnis des Zufalls. Die Existenz von Leben auf dieser Erde hat die Entstehung der Sonne und des Planeten Erde zur Voraussetzung.
Im letzten Jahrhundert entdeckten die Menschen die Expansion des Universums. Dr. Hans Penner äußert sich dazu in der Zeitschrift „Entscheidung“ (Nr. 1/2004, S. 21). Wäre das Verhältnis von Gravitationskraft und Expansionsgeschwindigkeit des Universums nur etwas anders als heute festgestellt, so sei die Gasmasse nach einer sehr kurzen Zeit nach dem Urknall wieder in sich zusammengefallen und es hätten sich weder Sterne noch Planeten entwickelt.
Das Leben hätte auf der Erde auch nicht existieren können, wenn es mehr Sterne gäbe, dann wäre es dafür zu hell. Die Bibel sagt jedoch, dass die Anzahl der Sterne von Gott bestimmt ist: „Er hat die Zahl der Sterne festgelegt und jedem einen Namen gegeben.“ (Psalm 147, 4)
Wer mit offenen Augen durch die Natur geht, der vernimmt die Stimme Gottes, unseres Schöpfers.





05 Warum lässt Gott das Böse zu?

Wenn es einen Gott gibt, dann müsste er doch den Terror, den Krieg, jede böse Tat verhindern. Warum tut er das nicht? Warum lässt er das Böse zu?
Gott hat den Menschen aus einem Gefühl der Liebe heraus geschaffen. Und Gott, der das Gute repräsentiert, hat wirklich die Fähigkeit zu lieben.
Haben Sie schon einmal versucht, in einer Liebesbeziehung Ihrem Partner eine Entscheidung aufzuzwingen? Wenn ja, dann sind Sie bestimmt damit gescheitert. Wenn man möchte, dass ein Mensch einen selbst liebt, kann man ihm nichts aufzwingen, man erzeugt damit nur Widerstand. Um einen Menschen, den man liebt, kann man nur werben.
Auf die Frage, warum lässt Gott das Böse zu, gibt es daher nur eine Antwort: aus Liebe.
Gott hat den Menschen mit einem freien Willen ausgestattet und er hat nicht vor, uns eine Entscheidung aufzuzwingen, auch nicht, uns für das Gute und gegen das Böse zu entscheiden. Wenn Gott uns eine solche Entscheidung hätte aufzwingen wollen, dann hätten wir mit Widerstand reagiert.
Gott, der uns den freien Willen geschenkt hat, liebt uns. Er zwingt uns nichts auf, er wirbt um uns. Er möchte, dass wir ihn auch lieben.
Der Teufel in Gestalt der Schlange flüsterte Eva zu: ´Ihr werdet sein wie Gott.` Und Adam und Eva entschieden sich gegen den Willen Gottes.
Indem sie sich gegen Gott entschieden, gelangte das Böse in die Welt. Kain erschlug seinen Bruder Abel – dies war die erste böse Tat, die aus der Ablehnung der Liebe und des Willens Gottes resultierte. Seitdem regieren Betrug, Krieg und Terror das Leben der Menschen.
Gott möchte die alte vertrauensvolle Beziehung, die im Garten Eden zwischen ihm und dem Menschen herrschte, wiederherstellen. Er hat die Chance zur Versöhnung zwischen sich und den Menschen geschaffen, indem deren Schuld durch den Tod seines Sohnes Jesus Christus am Kreuz gesühnt werden kann.
Entscheiden wir uns für dieses Angebot der Liebe, für den Glauben an Jesus Christus, so sind wir mit Gott versöhnt und haben das ewige Leben.





04 Wie konnte Gott nur eine Welt schaffen, in der eine Kreatur die andere tötet und unschuldigen Tieren Schmerz zugefügt wird?

Gott hat die Tiere geschaffen und in unserer Welt wird ihnen jeden Tag Schmerz zugefügt. Das stimmt.
Aber das war nicht immer so. Ursprünglich ernährten sich Menschen und Tiere ausschließlich von Pflanzen (1. Mose 1, 29-30). Gott hat sie so erschaffen. Und im Garten Eden, im ursprünglichen Paradies, lebten Mensch und Tier im Frieden miteinander. Tiere fraßen sich nicht gegenseitig und auch der Mensch aß nur Pflanzliches.
Dies alles änderte sich durch das Eingreifen des Menschen. Adam und Eva wollten ohne Gott leben und gehorchten den Einflüsterungen des Satans. Dadurch fand das Böse Eintritt in die Welt. Und als Folge davon begannen das Leid und der Tod das Leben auf der Erde zu beherrschen. Auch die Harmonie der Natur wurde zerstört. Einige Tiere wurden zu Raubtieren und töteten andere. Auch der Mensch aß nicht mehr nur Pflanzliches sondern auch Tierisches.
Im neuen Paradies, das Gott einmal schaffen wird, werden wieder die friedlichen und harmonischen Zustände herrschen, wie damals im Garten Eden. Es wird eine neue Erde sein, auf der ´Wolf und Lamm zusammen weiden`, wie der Prophet Jesaja prophezeit (Jesaja 11, 6-8).
Was die Gegenwart betrifft, so muss noch gesagt werden, dass die Bibel den Missbrauch der Tierhaltung und das Quälen von Tieren ablehnt (Sprüche 12, 10).
Gott schuf eine Natur, in der kein Tier dem anderen etwas zu Leide tat. Der Mensch hat die Sünde und damit das Leid in die Welt gebracht und den Schmerz der Tiere zu verantworten.





03 Ist die Bibel nicht eine unzuverlässige Quelle für die Geschichte Jesu?

Es ist doch eigentlich unglaublich, dass die Bibel aus 66 Büchern besteht, verfasst von Autoren unterschiedlichster gesellschaftlicher Herkunft, dass diese Bücher über einen Zeitraum von 1500 Jahren geschrieben wurden und dass sie trotzdem alle dieselbe zentrale geistliche Botschaft enthalten. Weist dies nicht auf die Existenz eines göttlichen Geistes hin, der die Verfasser der Bibel inspirierte?
Es sollte auch zu denken geben, dass sich die Bibel bei vielen Menschen als eine verändernde Kraft erweist. Ihre Botschaft gibt den Menschen Hoffnung, Mut und einen neuen Sinn im Leben. Der Geist, der durch die Bibel spricht, gibt den Christen sogar in vielen Verfolgungen Halt, die sie z.B. im römischen Reich und in den sozialistischen Staaten erdulden mussten und bei denen es oft zu Folter und Mord kam.
Dies alles spricht dafür, dass die Bibel von Gottes Geist offenbart wurde und daher in höchstem Maß zuverlässig ist.





02 Die Bibel sagt, dass Jesus von den Toten auferstanden ist und sieht das als einen Beweis dafür an, dass er Gott ist.
Ist es nicht möglich, dass Jesus bei seiner Hinrichtung lediglich ohnmächtig geworden und daher nicht gestorben und auch nicht auferstanden ist?

Es gibt verschiedene Fakten, die gegen die Ohnmachttheorie sprechen:
Jesus wurde vor seiner Hinrichtung brutal misshandelt, er musste große körperliche Anstrengungen auf sich nehmen (z.B. Tragen des Kreuzes). Dazu kommen die Qualen der Kreuzigung und der damit einhergehende Durst und das Fieber. Wäre er nicht gestorben, wäre er nach seiner Grablegung nicht in der Lage gewesen, den schweren Stein von innen vom Eingang des Grabes wegzuwälzen und mehrmals als gesunder Mensch seinen Jüngern zu erscheinen und dabei den Eindruck hervorzurufen, dass er über die Macht des Todes triumphiert hätte. Jesus wäre ein geistig und körperlich gebrochener Mensch gewesen, der vor sich hinsiechte und dies alles nicht hätte tun können.
Nach diesen körperlichen Torturen und den Verletzungen, die ihm zugefügt wurden, hätte er ohne medizinische Versorgung nicht überleben können. Dafür blieb aber keine Zeit, weil er schnell ins Grab gelegt (herannahender Sabbat) und dieses von den römischen Soldaten mit einem Stein verschlossen wurde.
Um ganz sicher zu gehen, dass Jesus tot war, stach ihm ein Soldat mit einem Speer in die Seite und es floss eine Mischung von Wasser und Blut aus der Wunde heraus. Dies zeigt eine tiefgehende Zersetzung der Lebenssäfte an. Es ist ein Hinweis auf eine starke Gerinnung des Blutes in der Hauptschlagader, ein klarer medizinischer Beweis für den Tod. Weiterhin ist festzustellen, dass im Falle einer starken Ohnmacht Blutentziehung für tödlich angesehen wird.
Dass Jesus am Kreuz lediglich ohnmächtig und in diesem Zustand begraben wurde, ist also ausgeschlossen.





01 Der im Neuen Testament berichtete Kindermord des Herodes in Bethlehem wird in keinem anderen historischen Bericht erwähnt. Hat es ihn etwa gar nicht gegeben?

Die historischen Berichterstatter haben dieses Ereignis damals vielleicht gar nicht registriert oder fanden es aus 3 Gründen nicht erwähnenswert:
- In dem sehr kleinen Ort Bethlehem gab es nur eine geringe Zahl Kinder, die dieser
Tat zum Opfer fallen konnten. In einem Land und in einer Zeit, in dem sehr viele
Gewalttaten verübt wurden, fanden dies die professionellen Berichterstatter vielleicht
nicht erwähnenswert.
- Herodes der Große war ein blutrünstiger König, der Mitglieder seiner eigenen
Familie und auch andere Leute umbringen ließ. Diese Ereignisse rückten den
Kindermord in den Augen der Menschen im Römischen Reich in den Hintergrund.
- Ohne Fernsehen, Zeitungen und Radio muss es recht lange gedauert haben, bis sich
dieses Ereignis in dem kleinen Ort Bethlehem in die Metropolen herumgesprochen
hatte, in denen die Historiker viel wichtigere Themen zu bearbeiten hatten.
(Quelle: Lee Strobel, Der Fall Jesus, Projektion J Verlag, Asslar 1999, S. 119ff.)