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30 Die Naturwissenschaften erklären die Welt. Wozu brauchen wir noch Gott?

Nach Newtons Gravitationsgesetz ist die Anziehungskraft um so kleiner, je weiter die betreffenden Körper von einander entfernt sind. Dabei beträgt die Massenanziehung eines konkreten Sterns genau ein Viertel derjenigen eines anderen Sterns, der halb so weit entfernt ist.
Würde nach einem solchen Gesetz die Anziehung schneller mit der Entfernung abnehmen, würden die Umlaufbahnen der Planeten nicht mehr Ellipsen entsprechen sondern spiralförmig auf die Sonne zulaufen. Würden die Anziehungskräfte langsamer abnehmen, würde die Erde von Nachbarsternen der Sonne angezogen.
In beiden Fällen wäre Leben auf der Erde nicht möglich. Gott hat die Naturgesetze also genau so eingerichtet, dass Leben auf dem Planeten Erde möglich ist.
(s. hierzu: Stephen W. Hawking, Eine kurze Geschichte der Zeit, Rowohlt, Hamburg 1991, S. 31)





29 Wären Wunder nicht als Verletzung der Naturgesetze zu definieren und deshalb als unmöglich anzusehen?

Nach dem Gesetz der Schwerkraft fällt ein Apfel zu Boden, wenn man ihn fallen lässt. Wenn ihn aber jemand auffängt, bevor er auf dem Boden aufschlägt, ist dadurch nicht das Gesetz der Schwerkraft verletzt. Es handelt sich lediglich um das Eingreifen eines Menschen mit freiem Willen, das die natürlichen Bedingungen, die unter den konkreten Umständen wirksam sind, verändert.
Auf diese Weise kann man auch das betrachten, was Gott tut, wenn er ein Wunder vollbringt.
(s. Lee Strobel, Glaube im Kreuzverhör, Projektion J Verlag, Asslar 2002, S. 78ff)





28 Brachten die Wunder Jesu die Menschen damals wirklich auf die Idee, dass er Gott ist? Schließlich vollbrachten seine Jünger später dieselben Wunder und behaupteten von sich nicht, Gott zu sein.

Bei Jesus ist es nicht so wie bei den anderen Wundertätern, dass er erstaunliche Dinge tat, das Leben aber dann seinen gewohnten Gang ging.
Für Jesus sind seine Wunder Zeichen, die das Kommen des Reiches Gottes ankündigen. Das hebt ihn von den anderen ab. Er sagte auch zu den Menschen: „Wenn ich aber die Dämonen durch Gottes Macht austreibe, so begreift doch endlich, dass Gottes Herrschaft jetzt beginnt – mitten unter euch!“ (Lukas 11, 20)
Jesus sieht sich nicht in erster Linie als Wundertäter sondern als denjenigen, in dem sich die Verheißungen Gottes erfüllen. Er hat es den Menschen klar gesagt: »Durch mich beginnt die Herrschaft Gottes unter euch!«
(s. Lee Strobel, Der Fall Jesus, Gerth Medien, Asslar 2004, S. 155f)





27 Was ist an Jesus Besonderes? Es gab noch mehr charismatische religiöse Führer!

Die körperliche Auferstehung Jesu Christi von den Toten war das größte Wunder aller Zeiten. Es bedeutet, dass Jesus den Tod überwunden hat und hat zur Konsequenz, dass er uns das ewige Leben schenken kann.
Kein einziger der nicht-christlichen religiösen Führer, die ihre Glaubensrichtungen proklamierten, war fähig, den Tod zu überwinden. Wir wissen, dass Konfuzius sich weigerte, auch nur über das ewige Leben nachzudenken und Buddha war der Meinung, dass es so etwas wie ein Leben nach dem Tod nicht gebe. Für diese nicht-christlichen religiösen Lehrer war der Tod das sichere Ende.
Aber jeder, der auf Jesus vertraut, hat die Gewissheit, dass er von den Toten auferstehen und das ewige Leben bei Gott verbringen wird.
(s. Entscheidung 2/2003, S. 11)





26 In den Evangelien bekommt man den Eindruck, dass Jesus davor zurückschreckte, sich selbst als den Messias zu bezeichnen. Lag dies daran, dass er sich selbst nicht als den Sohn Gottes ansah?

Die Juden hatten zur Zeit Jesu keinen Begriff von der Dreieinigkeit Gottes. Sie kannten nur Gott, nicht aber den Sohn und den Heiligen Geist.
Wenn Jesus einfach gesagt hätte: „Ich bin Gott“, dann hätten die Juden verstanden, „Ich bin Jahwe“ und dies für eine Gotteslästerung gehalten.
Aber zum richtigen Zeitpunkt hat Jesus klar Stellung bezogen und gesagt, dass er der Sohn Gottes ist; z.B. als der Hohepriester ihn beim Verhör fragte: „Bist du Christus, der Sohn Gottes?“ Jesus antwortete: „Ja, der bin ich. Ihr werdet den Menschensohn an der rechten Seite Gottes sitzen und auf den Wolken des Himmels wiederkommen sehen.“ (Markus 14, 61-62)
Jesus hat sich also selbst als den Sohn Gottes verstanden und dies auch verkündet.
(s. Lee Strobel, Der Fall Jesus, Gerth Medien, Asslar 2004, S. 153)





25 Wie konnte Gott nur die furchtbaren Terroranschläge vom 11. September 2001 zulassen?

Anne Graham sagte dazu: „Ich glaube, dass Gott, genau wie wir, zutiefst traurig darüber ist. Doch wir müssen eins klar sehen: Seit Jahren weisen wir Gott aus unseren Schulen, aus unserer Regierung und aus unserem Leben; und da er ein Gentleman ist, glaube ich, hat er sich still und leise zurückgezogen. Wie können wir erwarten, dass Gott uns segnet und schützt, wenn wir doch von ihm verlangen, dass er uns in Ruhe lässt?“





24 Die Bibel berichtet von Wundern aber Wunder liegen außerhalb der Naturwissenschaften, mit deren Hilfe wir die Welt erklären können.

Genauer gesagt liegen Wunder außerhalb des Bereichs der Naturwissenschaften. Dies heißt aber nicht, dass Wunder auch zwangsläufig den Naturwissenschaften widersprechen müssen.
Auch heute werden noch Kranke von Gott geheilt. Die Naturwissenschaftler müssen sich einfach damit abfinden, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die aus dem Aussagebereich der Naturwissenschaften herausfallen und für die sie kein Forschungsinstrumentarium besitzen. Nicht die Berichte der Bibel über Wunder sind falsch sondern die Erkenntnisfähigkeit der Naturwissenschaft versagt, wenn es um Wunder geht.
Die Naturwissenschaftler können Wunder zwar nicht nachvollziehen aber sie können nicht die Behauptung aufstellen, Wunder könne es nicht geben. Was man nicht erforscht hat bzw. nicht erforschen kann, kann man nicht einfach verneinen.
(Quelle: Lee Strobel, Glaube im Kreuzverhör, Projektion J Verlag, Asslar 2002, S. 77f)





23 Die Kirchenaustritte nehmen zu. Ist der christliche Glaube nicht zum Untergang verurteilt?

Schon der 1778 gestorbene französische ungläubige Dichter Voltaire, der große Spötter, behauptete, dass das Christentum hundert Jahre nach seinem Tod nur noch im Museum existieren werde.
Heute ist es so, dass täglich weltweit 1 000 000 Menschen mit dem Evangelium in Berührung kommen und dass 2000 – 3000 Gemeinden entstehen. In Deutschland wächst die Zahl der Missionare, und auch die Rate der Missionare, die aus anderen Ländern zu uns kommen, steigt.
Was nun die Voraussage Voltaires betrifft, das Christentum werde hundert Jahre nach seinem Tod nur noch im Museum existieren, so ist die Tatsache interessant, dass schon fünfzig Jahre nach seinem Ableben die Genfer Bibelgesellschaft Voltaires Druckerpresse und dessen Haus benutzte, um die Bibel in großen Mengen herzustellen.
(Quelle: Josh McDowell, Die Bibel im Test, Hänssler Verlag, Neuhausen-Stuttgart 1987, S. 48f)





22 Weist die Urknalltheorie auf die Schöpfung des Weltalls durch Gott hin?

Die kosmologische Urknalltheorie geht davon aus, dass die gesamte Materie des Weltalls durch eine gigantische Explosion entstanden ist. Manche Wissenschaftler behaupten, vor diesem „Big Bang“ habe es nichts gegeben und die Welt sei als „Uratom“ zu einem bestimmten Zeitpunkt geschaffen worden. Es hat demnach einen Eingriff durch göttliche Macht gegeben.
Deisten erkennen aus Vernunftgründen einen Weltschöpfer an, lehnen aber den Glauben an sein weiteres Einwirken auf das Weltgeschehen ab. In diesem Zusammenhang gehen sie davon aus, dass dem Schöpfungsakt bestimmte Naturgesetze eigen und damit ein für allemal vorgeschrieben waren. Demnach wurde die Entwicklung des Universums seither durch diese Gesetze und nichts anderes bestimmt.
Christen vertreten demgegenüber die theistische Ansicht, die besagt, dass es einen höchsten, überweltlichen, persönlichen Gott gibt, der die Welt erschaffen hat und noch lenkt.
Der von einigen Wissenschaftlern vertretene „große Kompromiss“ besagt, dass die Schöpfung des „Uratoms“ durch übernatürliches Eingreifen erfolgte und dass die Naturgesetze zu diesem Zeitpunkt zwar eingeführt wurden, die Entwicklung des Universums vom Augenblick der Schöpfung an aber vorherbestimmt war.
Die Urknalltheorie lässt also die Schöpfung der Welt durch Gott als wahrscheinlich erscheinen.
Christen sind allerdings bei ihrer Gotteserkenntnis nicht auf kosmologische Theorien angewiesen. Sie erkennen Gott daran, dass er in ihr Leben eingreift und es verändert.
(s. zu diesem Thema: Hannes Alvén, Kosmologie und Antimaterie, Umschau Verlag, Frankfurt am Main 1969, S. 21 und 24)





21 In der Bibel wird die Geschichte erzählt, wie sich einige Kinder über einen Propheten lustig machen und zur Strafe von Bären zerrissen werden.
Wie kann denn Gott die Liebe sein, wenn er 42 unschuldige Kinder töten lässt?

Im Alten Testament, in 2. Könige 2, 23-24, wird tatsächlich berichtet, wie einige „Kinder“ dem Propheten Elisa entgegenkommen und ihn mit seiner Glatzköpfigkeit verspotten. Sie riefen im Chor: „Glatzkopf, fang uns doch!“ Elisa verfluchte die Kinder im Namen des Herrn und plötzlich brachen zwei Bärinnen aus dem Wald heraus und zerrissen 42 der Kinder.
Wie kann Gott nur so reagieren?
Zunächst ist festzustellen, dass die Spötter keine unschuldige Kinder waren. Korrekt übersetzt müsste es „junge Männer“ lauten. Übersetzt man das hebräische Wort im Originaltext genau, so handelt es sich um Männer zwischen 12 und 30 Jahren. Dieses Wort wird zur Beschreibung von Männern in der Armee verwendet. (s. Lee Strobel, Glaube im Kreuzverhör, Gerth Medien, Asslar 2002, S. 158ff).
Es handelte sich offensichtlich um eine gewalttätige Gruppe. Wenn 42 Männer zerrissen wurden, wie viele waren es dann insgesamt? Das Leben des Propheten war in Gefahr, weil er einer Straßengang gegenüberstand, die ihm zahlenmäßig überlegen war und die ihn anpöbelte – die Vorstufe zum Einsatz körperlicher Gewalt.
Hinzu kommt, dass die verächtliche Bemerkung über Elias Kahlköpfigkeit möglicherweise eine Anspielung auf die Tatsache war, dass sich Leprakranke damals den Kopf kahl scheren lassen mussten. Der Prophet Gottes wurde als ein verabscheuungswürdiger ausgestoßener Mensch dargestellt; eine Methode, mit der damals wie heute körperlichen Angriffen und Misshandlungen Vorschub geleistet wurde. Es lag also Gewalt in der Luft.
Der Angriff der Bären auf die pöbelnden Männer ist als ein Präventivschlag gegen Misshandlung und Tötung eines Propheten Gottes anzusehen.