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40 Die Geschichten über Jesus im Neuen Testament stimmen nicht. Sie sind von den Evangelisten erfunden worden.

Zwei der Evangelisten, die über das Leben Jesu geschrieben haben, haben diese Ereignisse selbst miterlebt; sie waren Jünger, d.h. Nachfolger Jesu Christi. Sie sind den Märtyrertod gestorben und es ist undenkbar, dass sie für eine Sache freiwillig in den Tod gingen, von der sie wussten, dass es sich um eine Lüge handelt.
Es stimmt zwar, dass auch andere Menschen für ihre Überzeugung gestorben sind, aber niemand würde für etwas in den Tod gehen, von dem er weiß, dass es eine Lüge ist.
(s. Josh McDowell/Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler, Neuhausen/Stuttgart 1995, S. 417f)





39 Der Missionar Paulus (Neues Testament) hat von dem leeren Grab Jesu nichts gewusst – er erwähnt es an keiner Stelle. Dies ist ein Beweis dafür, dass Jesus nach der Kreuzigung nicht auferstanden ist.

Vielleicht war das leere Grab Jesu für Paulus so selbstverständlich, dass er es in seinen Schriften nicht erwähnt hat. Die Auferstehung Jesu hat er aber an zwei Stellen erwähnt:
Im 1. Brief an die Korinther in Kapitel 15, Verse 3 und 4 schreibt er, dass Jesus für unsere Sünden gestorben und nach drei Tagen vom Tod auferweckt worden ist, wie es die Propheten angekündigt hatten.
In Apostelgeschichte Kapitel 13, Verse 29-37 sagt Paulus, dass Jesus nach seiner Kreuzigung von Gott auferweckt worden und auferstanden ist.
Paulus hat also sehr wohl von der Auferstehung und dem leeren Grab gewusst, wodurch dieses historische Ereignis bestätigt wird.
(s. Dr. Jürgen Spieß, in: Rolf Kaemper (Hg.), Streit um Jesus, CVH und idea, Dillenburg 2003, S. 58f)





38 Worin besteht denn der konkrete Beweis, dass Jesus Wunder vollbracht hat?

Z.B. sind diese Ereignisse durchgängig in allen Quellen der Evangelien zu finden.
Das Wunder von der Speisung der Fünftausend kommt beispielsweise in allen Evangelien vor. Es gibt also unabhängig von einander Mehrfachbestätigungen für diese Ereignisse. Es gibt keine einzige Quelle der Evangelien, die einen Jesus beschreibt, der keine Wunder getan hat. Es ist deshalb sehr wahrscheinlich, dass die Wunder zum historischen Jesus dazugehören.
(s. Lee Strobel, Glaube im Kreuzverhör, Gerth Medien GmbH, Asslar 2002, S. 86)





37 Wissenschaftliche Hypothesen und Theorien müssen überprüft und verworfen werden können, wie dies bei der Evolutionstheorie nicht aber bei der Schöpfungslehre der Fall ist.

Der Wissenschaftstheoretiker Karl Popper erklärt, dass die Evolutionstheorie sowohl metaphysisch als auch nicht überprüfbar ist.
Er meint damit, dass ihre Aussagen mit wissenschaftlichen Methoden nicht überprüft werden können und auch keine Ansatzpunkte enthalten, anhand derer eine Widerlegung möglich wäre.
Das liegt daran, dass man Höherentwicklung durch Auslese weder in der Natur beobachten noch im Experiment nachvollziehen kann.
Die Hypothesen der Evolutionstheorie können daher weder überprüft noch verworfen werden. Man kann an diese Theorie höchstens glauben. Genau genommen handelt es sich bei ihr um eine Religion.





36 Sind die Wunder Jesu nicht Legenden?

Die meisten Kritiker des Neuen Testamentes geben heute zu, dass Jesus Dinge vollbracht hat, die wir als Wunder bezeichnen würden.
So wurden z.B. zur Zeit des Theologen Bultmann die Wundergeschichten Jesu als Legenden betrachtet. Bultmann, im 20. Jahrhundert einer der skeptischsten Kritiker des Neuen Testamentes , sagte allerdings, dass kein Zweifel daran bestehen kann, dass Jesus solche Taten vollbracht hat, die nach seinem eigenen und dem Verständnis seiner Zeitgenossen Wunder waren, also Ereignisse, die einer übernatürlichen göttlichen Kausalität folgten. Jesus hat zweifellos Kranke geheilt und Tote auferweckt.
Die meisten Kritiker des Neuen Testamentes akzeptieren heutzutage den Gedanken an Jesus von Nazareth als Wundertäter als Teil des historischen Jesus.
(s. Lee Strobel, Glaube im Kreuzverhör, Gerth Medien GmbH, Asslar 2002, S. 85f)





35 Gäbe es in einem unendlichen Weltall mit unendlich vielen Planeten nicht auch solche Orte, wo alle Voraussetzungen zur Entstehung von Leben gegeben sind, weshalb die Schöpfung der Lebewesen durch Gott überflüssig wäre?

Durch die Festlegung der kosmologischen Anfangsbedingungen beim Urknall ermöglichte Gott die Entstehung des Lebens.
In den ersten Minuten nach dem Urknall herrschte ein heißes Strahlungsfeld, das die Fusionierung der Materie zu Helium verhinderte. Andernfalls wäre die natürliche Energiegewinnung der Sterne durch Wasserstofffusion und damit die Entstehung des Lebens im gesamten Weltall unmöglich gewesen.
Da vor dem Urknall die gesamte Materie in einer Singularität (einem ausdehnungslosen Punkt) konzentriert war, finden wir hier eine Bedingung vor, die auf die Schöpfung des Weltalls durch Gott nach dem biblischen Schöpfungsbericht zutrifft: Die Schaffung aller Materie aus dem Nichts, die nur durch das Eingreifen Gottes geschehen sein kann. (s. Hebräer 11, Vers 3, Neues Testament)
Somit hat Gott auch die unbedingte Voraussetzung für die Entstehung des Lebens, das Vorhandensein des heißen Strahlungsfeldes, geschaffen. Das bedeutet: Kein Leben ohne das Eingreifen Gottes.
Wenn Gott die Welt und die Bedingungen für ihre weitere Entwicklung geschaffen hat, dann ist es ihm auch möglich, Leben zu schaffen.
(s. hierzu: Gerhard Börner, Kosmologie, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2002, S. 42)





34 Wenn die Stadtmauern von Jericho durch ein Erdbeben zerstört wurden, handelt es sich ja gar nicht um ein Wunder.

Nach dem Bericht in Josua 6 ließ Gott die Mauern der Stadt Jericho einstürzen, nachdem das Volk Israel auf sein Geheiß sieben Tage lang mit allen kampffähigen Männern um die Stadt gezogen war.
Wenn Gott aber ein Erdbeben benutzt hat, um seinen Plan, die Stadt Jericho durch die Israeliten erobern zu lassen, zu erfüllen, war es trotzdem ein Wunder, da es genau zum richtigen Zeitpunkt stattfand.
Es war deshalb der Glaube der Israeliten, der die Mauern einstürzen ließ. Im Neuen Testament lesen wir: „Nicht militärische Stärke, sondern allein der Glaube Israels war es, der die Mauern Jerichos einstürzen ließ, nachdem das Volk Israel sieben Tage lang um die Stadt gezogen war.“ (Hebräer 11, 30)





33 Gibt es archäologische Beweise dafür, dass Jericho tatsächlich von den Israeliten durch Brand vernichtet wurde?

Nach Josua 6, 24 wurde Jericho nach der Eroberung durch die Israeliten durch Brandlegung vernichtet.
Die Ausgrabungen der Archäologen Garstang und Kenyon haben gezeigt, dass das damalige Jericho durch einen verheerenden Großbrand vernichtet worden ist. Es wurde weiterhin deutlich, dass mehrere Gebäude in sich zusammenfielen, bevor sie verbrannten. Dies zeigt, dass dem Großbrand ein Erdbeben vorausging, bei dem die Häuser einstürzten.
Dies passt zu der Annahme, dass beim Angriff der Israeliten die Stadtmauern (und damit auch viele Gebäude) durch ein Erdbeben einstürzten.
(s. Entscheidung, 4/2004, S. 38)





32 Der Glaube an Wunder wird unweigerlich dem naturwissenschaftlichen Fortschritt weichen (Max Planck).

Max Planck lebte bis 1947. Aber auch heute, nach der Jahrtausendwende, glauben Millionen Menschen, die dem christlichen Glauben anhängen, noch an Wunder. Woran liegt das?
Der naturwissenschaftliche Fortschritt geht immer noch weiter, aber viele Menschen erfahren gleichzeitig Jesus Christus im Glauben, weil er in ihr Leben eingreift und es ändert.
Ein Alkoholiker, z.B., der durch die Kraft Gottes vom Alkohol loskommt, ist von der Existenz seines Schöpfers überzeugt. Er hat ja eine entsprechende Glaubenserfahrung gemacht.
Die Naturgesetze werden Gott nie ersetzen, auch nicht die wissenschaftliche Erkenntnis darüber, denn Gott hat diese Gesetze ja schließlich in seinem Schöpfungsakt selbst „erfunden“.
Jesus kann uns mehr schenken, als jegliche wissenschaftliche Erkenntnis. Er schenkt uns z.B. seinen Frieden und wer Jesus hat, der hat das ewige Leben. Wer an Jesus glaubt wird dann, wenn es die Welt, den Kosmos und die Naturgesetze nicht mehr gibt, in Gottes Herrlichkeit leben.





31 Ist der Durchzug des Volkes Israel trockenen Fußes durch den Jordan (angeblich staute sich das Wasser des Flusses an dieser Stelle aufgrund des Befehles Gottes auf) nicht unglaubwürdig?

Dieses Wunder, das in Josua 3, 15-16 geschildert wird, wurde von Gott den Israeliten vorausgesagt (Josua 3, 9-13). Hätte Gott etwas prophezeit, das er nicht erfüllen kann?
Das betreffende geographische Gebiet in der Jordanebene ist sehr erdbebenreich. Nach einem historischen Bericht brachen z.B. 1267 n.Chr. durch ein leichtes Erdbeben in der Nähe der genannten Stelle die Uferseiten ab. Aus diesem Grund staute sich das Wasser des Jordan, so dass 21,5 Stunden lang kein Wasser durch das Flussbett floss.
Dies ist ein Hinweis darauf, dass Gott ein Erdbeben benutzte, um die Israeliten trockenen Fußes durch den Jordan und damit ins Gelobte Land zu bringen.
(s. Entscheidung, 4/2004, S. 37)