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50 Das Johannesevangelium erzählt uns nichts von dem historischen Jesus, es beruht auf hellenistischem (griechischen) Gedankengut und ist erst lange Zeit nach dem Auftreten Jesu entstanden.

Diese Theorie ist vor allem durch den Fund der Schriftrollen vom Toten Meer (Qumran-Schriften) erschüttert worden. Bei den Autoren dieser Dokumente handelt es sich vermutlich um die Essener, eine jüdische Sekte aus der Zeit Jesu.
Das Interessante an diesen Schriften ist, dass ihre Verfasser genau die gleiche Sprache und die gleichen Bilder gebrauchen, die man im Falle des Johannesevangeliums als ›hellenistisch‹ bezeichnet.
Die Sprache, die Jesus nach dem Johannesevangelium verwendet hat, ist also nicht hellenistischen sondern jüdischen Ursprungs und sie wurde zur Zeit Jesu in Palästina gesprochen. Dies ist ein starker Hinweis darauf, dass das Johannesevangelium wirklich das berichtet, was Jesus getan und gesagt hat.
(Quelle: Josh McDowell/Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler Verlag, Neuhausen/Stuttgart 1995, S. 454f)





49 Nennen Sie ein Argument dafür, dass Sie an einen Schöpfergott glauben.

Wenn wir Stephen Hawking, dem bekanntesten Astrophysiker glauben können, dann ist die Welt aus dem Urknall heraus entstanden. Wenn das Universum aus einer Singularität, einem ausdehnungslosen Punkt entstanden ist, dann ist das Weltall aus dem Nichts entstanden (denn in einem ausdehnungslosen Punkt kann sich nichts befinden).
Genau das sagt die Bibel: „Weil wir an Gott glauben, wissen wir, dass die ganze Welt durch sein Wort geschaffen wurde; dass alles, was wir sehen, aus dem Nichts entstanden ist.“ (Hebräer 11, 3)
Ein Verfechter der Urknalltheorie muss, wenn es sich bei ihm um einen Atheisten handelt, glauben, dass das Universum durch nichts aus dem Nichts entstanden ist. Dies ist eine absurde Behauptung, denn nichts kann ohne Ursache entstehen.
Erst durch die zitierte Bibelstelle kommt eine Ursache für die Entstehung des Universums aus dem Nichts hinzu: Gott hat die Welt erschaffen.
(Quelle: Lee Strobel, Glaube im Kreuzverhör, Projektion J Verlag, Asslar 2002, S. 95f)





48) Wenn die Bibel wahr wäre, wenn sie Gottes Wort ist, dürfte es in ihr keine schwer verständlichen Stellen geben. Dies ist aber der Fall.

Für schwer verständliche Bibelstellen kann ich nur das Büchlein „Ach so ist das gemeint“ von Werner Penkazki empfehlen. Hier werden über 200 schwierige Bibelstellen knapp und leicht verständlich erklärt.
Aber ich möchte noch eine Bemerkung von Werner Gitt hinzufügen: Es wäre schon erstaunlich wenn alles, was in der Bibel steht, für Menschen zu verstehen sei, denn schließlich stehen die Gedanken Gottes, des Schöpfers der Menschen, über der menschlichen Vernunft.
Aber alles, was für uns wichtig ist zu verstehen, werden wir in der Begegnung mit Gott erfahren. Schließen Sie Ihre Bibellese ins Gebet ein. Der Herr wird Ihnen sagen, was die jeweilige Bibelstelle für Sie zu sagen hat.
(s. Werner Gitt, In 6 Tagen vom Chaos zum Menschen, Hänssler, Holzgerlingen 2002, S. 31f)





47) Glaube und Vernunft widersprechen sich. Wer sagt „glaube an Gott!“, der fordert uns auf uns selbst vorzumachen, dass es Gott gibt – ungeachtet der Beweislage.

Manche Menschen glauben an Gott, weil er ihr Herz angesprochen hart. Andere sind durch nüchternes, intellektuelles Nachforschen zu diesem Entschluss gekommen. Beiden Wegen ist gemeinsam, dass diese Menschen zuerst bewusst den Schritt des Vertrauens gegangen sind und sich auf das, was sie für wahr halten wirklich eingelassen haben. Beide Wege zum Glauben zu kommen sind mit dem Verstand vereinbar.
(Quelle: Lee Strobel, Glaube im Kreuzverhör, Projektion J Verlag, Asslar 2002, S. 93f)





46) Juri Gagarin ist durch das Weltall geflogen und ist Gott nicht begegnet.

Der ehemalige russische Kosmonaut Georgij Gretschko sagt dazu: „Man braucht Gott nicht im Weltall zu suchen. Man muss nicht Gagarin zu Gott schicken – Gott muss man mit dem eigenen Herzen suchen.“
Und über sein Verhältnis zu Gott verrät uns der ehemalige Fliegerkosmonaut: „Ich bin Gott dankbar einfach dafür, dass ich mich bewegen, atmen, mich an der Sonne erfreuen, einem freundlichen Menschen begegnen und mich mit ihm unterhalten kann. Dann sage ich: »Herr, danke dafür!«“
(Quelle. Entscheidung 4/04, S. 20)





45 Wenn Gott Wunder tun kann, warum heilt er dann nicht die vielen Christen, die an Krankheiten heilen?

Wunder Gottes, auch Heilungswunder, gibt es auch heute noch. Sie treten aber gehäuft und in großer Zahl im Zusammenhang mit großen Augenblicken der Heilsgeschichte auf, wie beispielsweise während des Auszuges des Volkes Israel aus Ägypten oder zur Zeit des Wirkens Jesu Christi. Jesus sah seine Wunder als Zeichen des Anbrechens von Gottes Reich für die Menschen und seine Dämonenaustreibungen als Zeichen seiner Fähigkeit, die Mächte der Finsternis zu zerstören.
Seit dem Sündenfall machen sich die Menschen nicht mehr von Gott abhängig sondern setzen auf ihre eigenen Kräfte und da Gott uns seine Herrschaft nicht aufdrängen will lässt er auch das Leid zu, das mit dem Abfall der Menschheit von ihm in die Welt gekommen ist.
Erst mit der Wiederkunft Jesu Christi wird der Tod, wird die Krankheit, wird das Leid für immer beseitigt werden.
(Quelle: Lee Strobel, Glaube im Kreuzverhör, Projektion J Verlag, Asslar 2002, S. 91)





44 Mohammed hat Wunder vollbracht. Deshalb weisen die Wunder Jesu nicht darauf hin, dass er Gott war – Mohammed war es ja auch nicht.

Im Koran gibt es mit Ausnahme einiger umstrittener Stellen keine Wunderberichte. Die gibt es nur in der islamischen Überlieferung, in den sogenannten Hadithen, die aber erst einige hundert Jahre nach Mohammeds Leben geschrieben wurden und deshalb sehr wahrscheinlich auf Legendenbildung zurückzuführen sind.
Demgegenüber entstammen die Berichte über Jesu Erscheinen nach dem Wunder seiner Auferstehung von den Toten (s. 1. Korinther 15) ganz frischen Angaben aus den ersten fünf Jahren nach dem Ereignis, weshalb eine Legendenbildung sehr unwahrscheinlich ist.
Durch seine Auferstehung von den Toten hat Jesus ganz klar bewiesen, dass er Gott ist.
(s. Lee Strobel, Glaube im Kreuzverhör, Projektion J Verlag, Asslar 2002, S. 88f)





43 Archäologen sind der Meinung, dass die Gekreuzigten nicht an das Kreuz genagelt sondern gebunden wurden. Der Bericht über die Kreuzigung Jesu in der Bibel ist deshalb als Märchen anzusehen.

Der Bericht im Neuen Testament, nach dem Jesus an das Kreuz genagelt wurde, ist von einigen Wissenschaftlern bestritten worden, bis 1968 der Archäologe V. Tzaferis nördlich von Jerusalem ein Grab aus der herodianischen Zeit, in der auch Jesus lebte, entdeckte, das die Gebeine eines Mannes enthielt, der allen Indizien nach im Alter von 25 Jahren gekreuzigt worden war. Im rechten Fersenbein des Mannes steckte noch ein 11 cm langer Eisennagel.
Dieser Fund stellt die erste archäologische Bestätigung dafür dar, dass zur Kreuzigung verurteilte an das Kreuz genagelt wurden.
Der Kreuzigungsbericht der Bibel ist also kein Märchen sondern als wahr anzusehen.
(s. McDowell/Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler-Verlag, Neuhausen/Stuttgart 1995, S. 439ff und Entscheidung 2/04, S. 42f)





42 Dass Jesus Wunder vollbracht hat, kann doch jeder behaupten. Wer kann diese Berichte des Neuen Testaments schon bestätigen?

Jesus hat seine Wunder nicht in irgend einem versteckten Winkel getan, wo ihn nur wenige Menschen hätten beobachten können. Er vollbrachte seine Wunder auf der freien Landstraße und mitten in den Ortschaften. Es waren oft tausende von Menschen dabei, die seine Wunder sahen und auch weitererzählten.
Wenn um ihn herum viele Menschen standen und er Leute heilte, die er vorher nicht gekannt hatte, konnte er keine Wunder vortäuschen.
Beides, dass Jesus Wunder getan hat und dass er eine große Anzahl von Menschen anzog, hat der Historiker Flavius Josephus, der für die Römer schrieb, in seinen „Jüdischen Altertümern“ (und zwar im Testimonium Flavianum) bestätigt.





41 Die Auferstehung Jesu ist von seinen Jüngern vorgetäuscht worden.

Wäre die Auferstehung Jesu von den Jüngern vorgetäuscht worden, so wären sie, nachdem bekannt wurde, dass das Grab Jesu leer war, in Jubel ausgebrochen.
Stattdessen verkrochen sie sich vor Angst in ihren Häusern (Johannes 20, 19) weil sie dachten, dass mit der Kreuzigung Jesu alles vorbei sei. Sie konnten es erst nicht glauben, dass Jesus auferstanden war, als er ihnen wieder begegnete (s. z.B. den „ungläubigen Thomas“, Johannes 20, 25).
Diese verstörten und von der Auferstehung Jesu nur schwer zu überzeugenden Jünger haben die Auferstehung bestimmt nicht vorgetäuscht.