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FRAGEN II
 

54 Gibt es eine wichtige Erkenntnis, die die Schriftrollen vom Toten Meer erbracht haben?

1948 wurden in Höhlen in der Nähe des Toten Meeres Schriftrollen gefunden, die Handschriften des hebräischen Alten Testaments enthalten, die bis auf das 3. Jhdt. v. Chr. zurückgehen.
Vor diesem Fund waren Kopien der hebräischen Schriften des Alten Testaments, den masoretischen Texten, im Gebrauch, die aus dem 9. und 10. Jhdt. n. Chr. stammen.
Die Schriftrollen vom Toten Meer offenbarten, dass den Kopisten des Alten Testaments zwischen dem 1. und dem 9. Jhdt. kaum Fehler unterlaufen waren.
Die Schriftrollen vom Toten Meer weisen praktisch den gleichen Wortlaut auf wie die Gegenstücke aus den masoretischen Texten.
Dies ist ein Hinweis darauf, dass die ursprünglichen Texte der Bibel den historischen Tatsachen entsprechen und nicht nachträglich verändert worden sind.
(Quelle: Josh McDowell/Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler-Verlag, Neuhausen/Stuttgart 1995, S. 444)





53 Was wäre aber, wenn es noch unzählig viele Universen außer unserem gäbe? Dann wäre es doch gar nicht so unwahrscheinlich, dass in einem von ihnen alle Voraussetzungen für Leben vorhanden sind – und zwar in dem einen, in dem wir uns befinden!

Es handelt sich hierbei um die „Viele-Welten-Hypothese“. Sie hat den Nachteil, dass andere Universen für uns nicht beobachtbar sind und dass man für ihre Existenz auch keinen wissenschaftlichen Beweis erbringen kann. Der bekannte englische Naturwissenschaftler John Polkinghorne hat diese Vorstellung deshalb auch als Pseudowissenschaft und metaphysische Mutmaßung bezeichnet. Es gibt doch keinen vernünftigen Grund zu glauben, dass es solche parallel existierenden Universen gibt.
Ich habe den Eindruck, dass Skeptiker diese exotische Idee entwickelt haben, weil die Feinabstimmung des Universums stark darauf hindeutet, dass ein Schöpfer dahinter steht und weil ihnen diese Erkenntnis unsympathisch ist.
(Quelle: Lee Strobel, Glaube im Kreuzverhör, Projektion J Verlag, Asslar 2002, S. 100f)





52 Zur Entstehung des Lebens brauchen wir Gott nicht. Dies ist das Ergebnis einer kosmischen und biologischen Evolution.

Es gibt Hinweise dafür, dass das Universum über eine Feinabstimmung von unvorstellbarer Präzision verfügen musste, um die Existenz von Leben zu ermöglichen.
So hat z.B. der britische Physiker Hawking ausgerechnet, dass das Universum wieder in sich zusammengefallen wäre, bevor es seine gegenwärtige Größe erreicht hätte, wenn die Expansionsgeschwindigkeit eine Sekunde nach dem Urknall nur um ein Hunderttausendmillionstel Millionstel kleiner gewesen wäre.
Weiterhin gibt es etwa 50 Konstanten und Mengen – z.B. die Menge nutzbarer Energie im Weltraum oder der Unterschied in der Masse von Protonen und Neutronen -, die in einem mathematisch ins Kleinste gehenden Maße ausgewogen sein müssen, damit Leben überhaupt möglich ist.
Eine solche Feinabstimmung kann nicht zufällig zustande kommen, sie kann nur das Ergebnis eines Schöpfungsaktes, einer bewussten und geplanten Aktion Gottes sein.
(Quelle: Lee Strobel, Glaube im Kreuzverhör, Projektion J Verlag, Asslar 2002, S. 98f)





51 Warum stimmen die Stellen, in denen das Neue Testament aus dem Alten Testament zitiert, fast nie wörtlich mit dem alttestamentlichen Text überein?

Heute liegen zwei Übersetzungen des Alten Testaments vor. Der masoretische Text, der aus dem 9. Jhdt. stammt, ist heute als zuverlässige Kopie der alttestamentlichen Originale akzeptiert. Die Verfasser des Neuen Testaments zitieren offenbar in den meisten Fällen aus der Septuaginta, einer Übersetzung des Alten Testaments in Griechische, die spätestens 117 v. Chr. abgeschlossen war.
Die Schriftrollen vom Toten Meer weisen darauf hin, dass im 1. Jhdt. noch weitere alttestamentliche Handschriften zirkulierten, die Varianten zum masoretischen Text aufweisen.
Von den textlichen Unterschieden der Zitate des Neuen Testaments kann man nicht auf Unklarheiten im Wort Gottes schließen sondern darauf, dass der ursprüngliche Text des Alten oder Neuen Testaments bisher noch nicht eindeutig ausgemacht werden konnte. Wenn man sich die Zitate aus dem Alten Testament im Neuen Testament anschaut, kann man leicht erkennen, dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Überlieferungen nur unbedeutende Details betreffen, die keinen Einfluss auf die entscheidenden Lehraussagen der Bibel haben.
(Quelle: Josh McDowell/Bill Wilson, Jesus von Nazareth, Hänssler-Verlag, Neuhausen/Stuttgart 1995, S. 448ff)