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ANDACHT

Jesus im Herzen



„Glaubt man den Statistiken, so hat sich das Gottproblem in einigen Jahrzehnten von selbst erledigt, zumindest in Bezug auf die Christen.“
(Garfield, www.atheismus.de)

Was sagen die Statistiken über die Zukunft der Christen aus?
Für unser Land gilt zum einen, dass immer mehr Menschen aus den Kirchen austreten; sei es, dass sie keine Kirchensteuer mehr zahlen oder dass sie damit ausdrücken wollen: Mit Gott will ich nichts mehr zu tun habe! Dies ist eine bedauerliche Entwicklung.
Zum anderen gilt, dass der größte Teil der Menschen an Gott glaubt. Dies ist eine Feststellung, die Hoffnung macht. Es ist nur die Frage, welche Bedeutung Gott für diese Menschen hat, die angeben, an Gott zu glauben. Ich möchte dabei zwischen vier Gruppierungen unterscheiden:
Für viele Menschen existiert Gott irgendwo außerhalb von ihnen. Sie ahnen zwar, dass dieser Gott auf ihr Leben einwirken kann aber sie wissen nicht, auf welchem Weg dies geschieht. Diese Menschen haben keine klare Beziehung zu Gott.
Andere Menschen die an Gott glauben, grenzen sich ganz klar von ihm ab. Sie wollen mit Gott nichts zu tun haben.
Für eine dritte Gruppe existiert Gott mitten in ihrem Herzen. Sie haben die Vergebung ihrer Schuld durch den Kreuzestod Jesu angenommen und sie beziehen Gott, z.B. durch das Gebet, in ihr tägliches Leben ein.
Eine vierte Gruppe ist ebenfalls der Meinung, dass Gott in ihnen existiert (und nicht irgendwo draußen) aber sie enthalten ihm bestimmte Teile ihres Lebens vor. Zu dieser Gruppe von Gläubigen gehörte ich auch einmal weil ich dachte, Jesus wolle mir mit seinen Geboten mein Leben vermiesen. Aber Jesus führte mich so, dass ich einen Lebensbereich nach dem anderen seinem Willen unterwarf und ich wurde von Mal zu Mal ausgeglichener und lebensfroher.
Es kommt also nicht nur auf Zahlen an sondern auch darauf, was in den Herzen der Menschen vorgeht, die durch diese Zahlen repräsentiert werden.
Zurück zu den Statistiken: Wenn man die Welt insgesamt betrachtet, ist ein stetiger Aufschwung des Christentums zu beobachten: So kommen jeden Tag 1 000 000 Menschen mit dem Evangelium in Berührung und jeden Tag entstehen weltweit 2000 – 3000 christliche Gemeinden.
Und für Deutschland gilt: Die Rate der Missionare, die ins Ausland gehen, wächst. Aber auch die Rate der Missionare, die aus anderen Ländern zu uns kommen. Insgesamt also eine positive Entwicklung.
Ich lasse mich durch irgendwelche Statistiken nicht entmutigen, denn Jesus hat zu seinen Nachfolgern gesagt:

„Ich bin immer und überall bei euch, bis an das Ende dieser Welt!“ (Matthäus 28, 20b)


Rolf Urspruch